
der gewöhnliche Frauenmantel- sein Name leitet sich vom arabischen alkemelych = Alchemie ab, eine mystische Pflanze, die schon die Alchemisten des Mittelalters glauben machte, aus den Tautropfen, die sich früh morgens auf den kelchartigen Blättern sammelten, ließe sich Gold oder der Stein der Weisen gewinnen…
Von diesem „Wunderwasser“ erwartete man sich übernatürliche Kräfte und Mächte, doch weit gefehlt- die als Tau oder Regentropfen angenommenen Feuchtigkeitsperlen, sind sog. Gutationstropfen , die durch das „Schwitzen“ der Pflanze auf der Blattoberseite entstehen.
Vielfältig daher auch die anderen Namen des Frauenmantels:
Alchemistenkraut
Tauschüsselchen
Taublatt
Regendachl
oder gar Himmlisches Wasser
Dass der Frauenmantel besonders hilfreich als Heilkraut in der Frauenheilkunde eingesetzet wird, drücken diese Namen aus, die der Volksmund ihm gegeben hat:
Frauenhilf
Weiberkittel
Frauentrost
Aller Frauen Heil
Das blühende Kraut, das beruhigend, blutbildend, blutreinigend, krampflösend und tonisierend wirkt, habe ich geschnitten und zum Trocknen aufgehängt, es kann bei typischen Frauenleiden wie Ödemen, Menstruationsbeschwerden, PMS oder Wechseljahrsproblemen und vielerlei anderen Beschwerden innerlich und äußerlich angewendet werden
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
Aus den restlichen Blütendolden und Blättern binde ich mir jedes Jahr um diese Zeit ein Herz für die Kräuterecke, die Blütenstände trocknen schön ein und behalten lange Zeit ihre kräftig grüne Farbe.
Das Kräutlein treibt ein rundes Blatt
wie keines ringsherum es hat.
Mit zierlich eingekerbtem Rand
ist für den Tau es angespannt,
recht als ein Schälchen hingestellt,
in welches Perl`auf Perle fällt.
So hebt es auf des Himmels tau,
der niedersinkt auf Flur und Au`,
manch Elflein gegen Morgen kommt,
das dürstet, dem zu trinken frommt,
schöpft aus dem Schüsselchen und spricht:
Ein bessres Labsal gibt es nicht.
(Johannes Trojan)









































